Unser Jahr 2017

Auch diesen Patienten und ihren Familien haben wir in 2017 helfen können.

Dominique: leidet am Morbus Stickler Syndrom. Zusätzlich kümmert Sie sich noch liebevoll um ihren schwerbehinderten Sohn. Die zwei sind ein richtig tolles Team.
Sie schreibt:
Dank der Hilfe von Lukas Stern e.V. konnten wir im November mit einer großen Last weniger nach Senftenberg ziehen. Sie nahmen uns die Renovierung der alten Wohnung ab. Hier in Senftenberg leben wir nun Barrierefrei und mit einer tollen Freundin und für mich Ersatzmama die mir den Rücken stärkt. Lennox-Gabriel hat das 1. mal in seinem Leben einen Kindergeburtstag mitgefeiert und Freunde gefunden, die er in Chemnitz nicht hatte. Das war der erste Schritt in eine bessere Zukunft.
Wir danken dem ganzen Team von Lukas Stern

Wir wünschen euch einen tollen Start im neuen Zuhause.

Joline aus Thüringen: Im April bekam die kleine Maus die Diagnose Leukämie. Nun begann eine lange Therapiephase für die kleine Maus (Chemotherapie). Immer an Ihrer Seite waren Mama oder Papa. Zuhause gab es aber ja auch noch ihre zwei Geschwister …. und ihr großer Bruder hatte Schulanfang. Jetzt kamen wir ins Spiel! Mit einem dicken Schulanfangskuchen und den Kofferraum voll Geschenke machten wir uns auf den Weg nach Thüringen. Ich hoffe wir konnten damit eine kleine Last von den Schultern nehmen. Wir wünschen euch alles liebe für eure kleine Familie und Vorallem viel Gesundheit für Linchen

Lea: Für die kleine Lea konnten wir ihr kleines Erdenbettchen in der Nähe ihrer Eltern ermöglichen. Lea war ein kleines Sternenkind. R.I.P kleine Maus.

Lenny: Ja und da ist noch unser starker Lenny. Lenny kämpft derzeit weiterhin tapfer gegen den Krebs.
Lenny wünschte sich Post aus aller Welt. Ja und was soll man sagen ….. es ist eine ganze Menge zusammen gekommen. Zusammen mit einem BVB Shirt machte sich die Post auf dem Weg zu Lenny

Heiko: Ihm macht seine Krebserkrankung körperlich schwer zu schaffen. Daher organisierten ihm seine Freunde einen Elektrorollstuhl. Wir freuen uns sehr das wir auch hier mit helfen konnten. Jetzt kann er weiterhin mobil bleiben.


Jaden

Zu Weihnachten 2017 durften wir Jaden und seine Familie zusammen mit dem Weihnachtsmann besuchen. Tolle Momente.

Jadens Mutti erzählt seine Geschichte:

„Jadens Kampf begann bereits im Alter von 2 Jahren. Er war bis dahin immer ein gesundes, fröhliches und sehr aufgewecktes Kind.

Alles fing nach unserem Kroatien Urlaub an. Als wir wieder kamen, schien es lange so als würde er einen Margen Darm Infekt ausbrüten. Er fühlte sich immer wieder unwohl und hat fast nichts mehr gegessen. Die typischen Symptome blieben jedoch aus. Eines Tages, ich hatte einen Arzttermin mit unserem großen Sohn, klagte er wieder besonders heftig. Daraufhin lies ich mir die Stelle am Bauch zum wiederholtem Male zeigen. Als er den Pullover hochzog und mir den Bauch zeigte, trat beim drehen eine Wölbung im Bereich des Blinddarms auf. Wir sind direkt zum Kinderarzt, ich hatte eigentlich die Sorge es könnte sich um den Blinddarm selber handeln. Da angekommen konnte aber nichts festgestellt werden. Der nächste Tag war Feiertag und wir konnten nichts weiter machen. Die Stelle selber war für mich aber so deutlich tastbar und meine Sorgen blieben. also gingen wir dann am 01.11.2013 ins hiesige Krankenhaus. Der Tag der alles schlagartig und völlig unerwartet verändern sollte…

Ich bestand, als wir an der Reihe waren, auf einen Ultraschall. Ich weiß noch das ich sagte, ‚Ich gehe hier nicht eher weg und es ist mir egal was Sie von mir halten, aber ich will das sie sofort einen Ultraschall machen…!‘ Dieser ergab dann auch eine extrem vergrößerte rechte Niere. Mit den nötigen Papieren und dem eindringlichen Rat, heute noch die Uniklinik Dresden aufzusuchen und sich in der Notaufnahme vorzustellen, ging es los. Es könnte ein paar Tage dauern und ich sollte ein paar Sachen mehr einpacken für unseren Aufenthalt hieß es noch. Immer noch völlig ratlos kamen wir da an. Wir mussten auch gar nicht lange warten. Wieder wurde ein Ultraschall gemacht. Als ich nachfragte, was den nun sei, schaute uns die Ärztin an und fragte uns, ob man es uns noch nicht gesagt hätte….

‚Ihr Sohn hat einen Tumor in der Niere!’…..Stille und eine unheimliche Leere war mit einem Mal um uns….Nein, nicht bei unserem Sohn!!!!!

Ab da ging alles sehr schnell….Not MRT am nächsten Tag, es war ein Samstag. Am Montag dann die traurige Gewissheit – Wilmstumor. Es folgte die erste OP. Dann 4 Wochen Chemo. Im Dezember wurde Ihm in einer 5 stündigen OP die rechte Niere entfernt. Dann hieß es abwarten bis der endgültige Befund des Tumor´s da ist. Dieser ergab, das Jaden über den Zeitraum von 28 Wochen weiter Chemotherapie bekommen sollte. Er hat diese ohne Zwischenfälle weggesteckt. Er war in der ganzen Zeit so unbeschwert und hat uns die Kraft gegeben das alles durchzustehen. Dann war es endlich soweit, der 4. Juli – letzter Chemotag. Ab jetzt sollte er wieder Kind sein und wieder draußen spielen, einfach wieder mal schmutzig machen dürfen. Das Glück sollte trotz guter Prognose nicht von Dauer sein. August 2016. Es sollte ein normaler Nachsorgetermin werden. Als der Anruf aus der Klinik kam: ‚Wir haben da einen Schatten auf der Lunge und müssen dringend ein CT machen.‘ Hofften wir alle noch auf einen andere Erklärung….Wieder kam der ernüchternde Anruf: ‚Der Krebs ist zurück!‘ Die Welt schien wieder still zustehen. Alles wieder auf Anfang….OP der Metastase, Hickmann einsetzen, 8 Blöcke Chemotherapie und Bestrahlung der gesamten Lungenflügel. Aber er könne immer noch 100 % geheilt werden hieß es. Diesmal hatte Jaden alle erhofften Nebenwirkungen. Blutwerte die ins Bodenlose gefallen sind. Entzündungswerte die uns zusätzliche Tage im Krankenhaus brachten. Die Haare waren alle ausgefallen und er benötigte öfters Bluttransfusionen. Die Kette wurde länger und länger. Dann war es soweit….der 2. Mai, endlich: „am Ende der Kette kommt die Blume“…das war unser erreichtes Ziel. Eine wiederholte Kur auf Sylt sollte uns die erhoffte und dringend benötigte Erholung bringen. Es war der 24. Juli diesen Jahres. Wir wollten nur früh kurz die Befunde vom ersten Nachsorgetermin besprechen und am Nachmittag ganz groß den 18. Geburtstag seines Bruders feiern. Im Arztzimmer wartete der Professor. Ich dachte erst, er berichtet mir wie zufrieden er mit der gerade erst abgeschlossenen Therapie ist. Stattdessen wieder dieser Satz: ‚Der Krebs ist wieder zurück….wir können keine Prognose mehr geben, es gibt keinen Studienplan mehr und wir sollten uns auch auf das schlimmste einstellen….‘ NEIN, das durfte nicht war sein….WARUM???!!!

Und wieder hieß es OP der diesmal bereits recht großen Metastase, den gerade erst herausgenommenen Hickmann Katheter wieder rein. Dann der Schlag ins Gesicht, es konnte nicht alles entfernt werden. Es gibt Reste die mit dem Lungenfell verwachsen sind…Jaden bekam 2 Blöcke Chemotherapie und nochmal Bestrahlung. Auf unserem Wunsch hin auch eine autologe Stammzelltherapie die er super weggesteckt hat. Als dank durften wir alle Weihnachten zu Hause verbringen und mit der großartigen Unterstützung von Lukas Stern e.V. besuchte uns sogar der Weihnachtsmann.

Jaden ist unserer ganz persönlicher Held, mein persönlicher Sonnenschein. Ein Kämpfer durch und durch. Wir sind so stolz auf Ihn und hoffen das allen Prognosen zum Trotz, er den Krebs jetzt endlich besiegt hat und ich als Mama nie wieder diesen Satz hören muss. Im Mai geht es dann nun hoffentlich zur KUR auf Sylt und dann folgt im August seine Schuleinführung.“



Erik

Kämpfer Erik konnten wir im Jahr 2017 eine Freude mit einer neuen Kamera machen.
Seine Geschichte erzählt seine Mutti:
Januar 2016: Unser Sohn war gerade 14 Jahre alt, er hatte schon seit 3 Monaten immer mal Schmerzen in der linken Wade. Er war ja Fußballspieler und wir vertrauten der Meinung seines Arztes das wahrscheinlich daher die Schmerzen kommen. Doch nach Silvester verschlimmerten sich die Schmerzen und es kam Fieber hinzu. Nach einigem hin und her bekamen wir die Überweisung zur Kinderchirurgie ins Krankenhaus. Dort angekommen ging alles sehr schnell, Erik musste da bleiben. Das erste Mal im Krankenhaus ohne uns und ohne zu wissen was jetzt alles folgen würde. Nach unzähligen Untersuchungen ( MRT, Szintigrafie, CT, Biopsie usw. ) stand fest das Erik ein Ewing Sarkom am linken Wadenbeinknochen hatte.
Alles lief ab wie ein falscher Film … Ich sehe uns noch da sitzen in dem kleinen Zimmer mit unserem Arzt vom Tag der Aufnahme. Er hatte uns vom ersten Tag an zugehört, hatte mich ernst genommen. Er musste uns jetzt die schlimme Nachricht überbringen …unser Sohn hatte einen bösartigen Knochentumor. Gefühle die man nicht beschreiben kann …. mir war wie schreien und weinen, ich konnte es nicht glauben. Wie konnte das nur sein?
Doch nun ging es auf in den Kampf …unser Großer zeigte uns jeden Tag wie es ging.
Am 4.2.2016 abends, an Eriks 15 Geburtstag ging es los …der Vortropf wurde angehängt ( Erik bekam vorher bei einer OP einen Katheter gelegt, ein kleiner Schlauch über dem es dann die Chemo gab und Blut abgenommen wurde). Ab dem 5.2 ging die Chemo los … insgesamt folgten 6 Mal eine Intensivchemotheraphie über 3 Tage für jeweils 8 Stunden. Im Juni folgte dann endlich die erlösende OP, bei der 11 cm Wadenbeinknochen entfernt wurde. Von Januar an bis Juni durfte Erik sein linkes Bein nicht mehr belasten da der Wadenbeinknochen durch den Tumor leicht brechen konnte …was das zur Folge haben könnte wäre fatal. Nun war die OP, 5 Stunden Angst und Bangen …doch es lief alles gut. Bei der OP wurde auch Beckenkammspan entnommen und zur Stabilisierung am Knöchel eingesetzt und mit Schrauben fixiert. Diese Schrauben durften wiederum auch nicht belastet werden bis alles fest verwachsen war.
Also ging es weiter auf Gehilfen und mit Rollstuhl. Zum Glück wusste keiner von uns wie lange dieser Zustand wirklich andauern würde. Im Juli ging es dann schon wieder mit den Erhaltungschemos weiter …nun folgten 8 Mal Chemo über 2 Tage für 4 Stunden … Erik hatte das nicht so gut vertragen also wurde die Chemo auf 5 Stunden gezogen.
Am 9.12.2016 durfte unser großer Kämpfer endlich die Stationsglocke läuten. Nach 34 Tagen Chemotherapie, bis dahin 3 Op’s, 1. Sepsis und 1. schweren Influenza B durften wir unsere liebevolle Station F230 verlassen. Und 6.3 2017 konnten endlich die Schrauben entfernt werden, unser Sohn durfte endlich wieder 2 Schuhe tragen.
Ja wie soll ich sagen, auch jetzt noch hat unser Großer immer mal wieder kleinere Kämpfe auszutragen… Folgen mit denen er Leben muss … wie vor kurzem die Diagnose Osteonekrose im linken Knie.
Diese Diagnose brachte leider auch die Gewissheit das Erik nie wieder zu seiner Fußballmannschaft zurück kehren kann.
Mannschaftssport darf er nicht mehr betreiben.
Doch unser Großer hat ein tolles Hobby gefunden…seine Ruhe, seine Kraft schöpft er nun aus der Natur mit seiner neuen echt coolen Kamera.
Die Kamera hat er von Lukas Stern e.V. bekommen …wir danken von ganzem Herzen für diese wundervolle Unterstützung!
Für mich ist es ein wunderbarer Moment…wenn mein Sohn zum Himmel schaut, seine Kamera nimmt und einfach dem Sonnenuntergang entgegen läuft.


Max

Max ist ein treuer Fan der Niners. Im September 2017 klopften Malte und Daniel von den Niners an Max‘ Tür. Die Überraschung war riesig. Wir als Verein, konnten Max zusätzlich noch einen Laptop überreichen (für die langen Krankenhausaufenthalte). Kurz vor Weihnachten 2017 durfte Max seine Idole nochmals live bei einem spannenden Spiel sehen. Auch diese Überraschung war gelungen!

Seine Geschichte, erzählt von seiner Mutti:
„Max ist im Februar diesen Jahres an einem Hodgkin Lymphom erkrankt. Nach guten Prognosen und einer sehr kurzen aber intensiven Chemotherapie schien im Mai alles wieder in Ordnung zu sein. Schon Anfang Juli stellten wir fest das etwas nicht stimmte. Bei Untersuchungen während unserer Reha wurde ein sehr frühes Rezidiv festgestellt. Der Krebs war wieder da. Aber nicht nur das, er hatte sich ausgebreitet: am Hals, Schlüsselbein, Luftröhre , in der Milz und die Zellen haben sich zu einer agressiveren Form verändert. Das bedeutete wieder Chemotherapie und zusätzliche Immuntherapie. Trotz vieler Nebenwirkungen und der Ungewissheit wie lange die Behandlung dauern wird, meistert Max die Situation tapfer und kämpft wie ein Löwe.“



Paul

Wir freuen uns sehr, dass wir die kleine Familie von Paul im Sommer 2017 unterstützen durften. Mit einer Finanzspritze im Gepäck durften wir Paul und seine Familie besuchen. Der große Wunsch war eine Woche Ostsee. Sonne, Sand und natürlich das Meer. Die Akkus aufladen und einfach mal das normale Leben genießen (ohne Krankenhaus) – sehr wichtig für die gesamte Familie.

Pauls Mutti erzählt seine Geschichte:
„Paul ist vor 13 Monaten an Krebs erkrankt, auf Grund der Seltenheit und Aggressivität dieser Tumorart, befindet sich Paul aktuell immer noch in Behandlung und erhält weiterhin Chemotherapie. Die intensive Therapie aus der Kombination Chemo und Bestrahlung hat er sehr gut weggesteckt und man sieht ihm diese schlimme Zeit nicht mehr an, die Haare sind gewachsen und er hat an Gewicht zugelegt. Paul merkt man auch die aktuelle Erhaltungschemo nicht weiter an, man sieht es nur anhand der Blutwerte, wenn er im Zelltief ist. Paul geht es den Umständen entsprechend sehr gut, er lacht jeden Tag sehr viel und wir genießen einfach die Zeit mit ihm.“



Lukas

Der kleine Lukas aus Chemnitz war im Herbst 2014 schwer an Leukämie erkrankt. Für seine Eltern brach eine Welt zusammen. Lukas kam sofort nach Dresden in die Klinik. Die Verständigung mit den Ärzten war eine Herausforderung, da seine Eltern hörgeschädigt sind.

Lukas musste sehr viele Chemos über sich ergehen lassen. Zur gleichen Zeit wurde bei vielen Aktionen ein Stammzellspender für Lukas gesucht. Leider bekamen wir im Herbst 2015 die Nachricht, dass es ihm sehr schlecht geht.

Jetzt kam der Gedanke: Wie können wir Lukas noch eine Freude machen? Lukas wollte einmal einen Affen streicheln und er liebte Feuerwehren. Nun ging die Organisation los und die Zeit schien uns förmlich davonzurennen, denn Lukas ging es immer schlechter. Mitte Dezember war es soweit: Die Freiwillige Feuerwehr aus Einsiedel holte Lukas mit Ta-Tü-Tata von zu Hause ab. Er strahlte und durfte 1 Stunde lang als Feuerwehrmann Lukas durch Chemnitz fahren. Er durfte seit langen mal wieder Kind sein.

Natürlich setzten wir alles daran, auch seinen zweiten Wunsch zu erfüllen: Einen Affen zu streicheln. Hierbei half uns die Tiertrainerin Nicolle Müller mit Lars Eiselt aus Berlin. Einen Tag vor Weihnachten war es dann soweit: Mit zahlreichen zahmen Tieren (darunter auch ein kleiner Affe) kam Nicolle nach Chemnitz. Zwei Stunden war Lukas‘ Krankheit in Vergesseheit geraten. Ein fröhliches Lachen von Lukas und seinen Eltern erfüllte den Raum. Unvergessliche Momente für alle.

Am 3. Januar 2016 ist Lukas friedlich Zuhause eingeschlafen.


20.8.2015, Quelle: Morgenpost 16.12.2015, Quelle: Morgenpost    

16.12.2015, Quelle: Morgenpost 4.1.2016, Quelle: Morgenpost    

4.1.2016, Quelle: Morgenpost 4.8.2016, Quelle: Morgenpost

19.11.2016, Quelle: Morgenpost